Herbert Stumpfmail

keyboards & composition

Band


Herbert

Herbert über sich selbst:

Nachdem ich jetzt oft genug gerügt worden bin wegen der zu epischen Breite meiner biograghischen Auslassungen habe ich mich zur Überarbeitung des Textes entschlossen, wohl wissend, dass mein Leben ein ganz normales ist und über die erkennungsdienslichen Parameter hinaus keiner weiteren und näheren Beschreibung bedarf. Das folgende beansprucht weder allgemeine Gültigkeit noch Richtigkeit, sondern ist Erfahrung, meine Erfahrung.

Ich war und bin gegen Mechanisierung und Maschinisierung des Menschen, schon immer, als Kind, als junger Mensch, als Mensch. Deshalb spiele ich Klavier lieber langsam wie eine Schnecke, als schnell wie eine Maschine. Deshalb war und ist der Schritt vom akustischen Klavier zum elektronischen Synthesizer kein Zugeständnis an die wachsende Technisierung der Erlebbarkeit und der Erlebnisfähigkeit. Die Fähigkeit zu empfinden und Empfindungen in Töne zu fassen, ist nicht abhängig vom Instrument, sondern von dem, der das Instrument spielt, bzw. die Musik macht.

Im Rausch der Politik totaler Kontrollierbarkeit von allem und jedem ist geistige Freiheit ein tatsächlicher Luxus. Eigene Musik zu schreiben und zu machen ist ein erheblicher Beitrag zum Erhalt der eigenen geistigen Freiheit.

Musik gehört zu jener Kultur, in der Lernen zum Verstehen und zur Entscheidungsfähigkeit führt. Deshalb sind mir meine Entscheidungen teuer, die richtigen und die dummen. Musik ist mein Beitrag zu einer verblassenden Kultur, die von mir erwartet Mensch zu sein.