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Konzerte :

21.06.2006
Fete la Musique
Berlin
Potsdamer Platz
Auftritt INNEREXIT ca.22.00 Uhr

30.06.2006
Germersheim
Germersheimer Kultursommer

20.10.2006
26419 Schortens
Fair Cafe, Accumer Str. 5
Beginn: 20.30 Uhr
15 Euro, VVK 12 Euro

12.11.2006
Teatro Principal
Burgos
Spanien

Rezensionen

http://www.darkheartmagazin.de:

Inner Exit kombinieren auf ihrem Album "Thoughts" viele verschiedene musikalische Einflüsse zu einem ganz eigenen alternativen Musikstil, dessen Markenzeichen sicher eine gewisse Ruhe ist. Es sind die leisen Töne, die bei Inner Exit im Vordergrund stehen, ruhige Melodien und verspielte Klänge für das Ohr kombiniert mit Texten darüber wie es hinter dem Horizont wohl ist ("Beyond the sun") oder klassischen Liebesliedern ("Love Song"). Oft ist ein Hauch von Melancholie zu spüren, der von Sängerin Vesna gut vermittelt wird. Sie ist es auch, die durch ihre gesanglichen Qualitäten dem ganzen Album zu einer Einheit verhilft, da die Songs von "Thoughts" sich doch im Stil und im Wesen oft unterscheiden. Klassik meets Pop - dieses Schlagwort trifft es sicher nicht ganz genau als Beschreibung - aber manche der 9 Songs des Albums klingen mehr nach Folk, andere nach Rock - eine ungewohnte und denoch interessante Mischung für den Hörer. Besonders der Song "Near the pit" fällt hier fast völlig aus Rahmen, klingt dieser doch eher nach einem Song wie er auch in den 30er Jahren gut hätte komponiert worden sein können. Anspieltips: "Beyond the sun", "Fall". Fazit: Ungewohntes Neuland für Experimentierfreudige mit dem Hang zum alternativen Sounderlebnis.!

INNER EXIT legen mit "Thoughts" ein Album vor, welches sich im weiten Feld zwischen Darkwave und Neoklassik bewegt. Manchem Leser sind vielleicht noch die Heavenly Voices -Veröffentlichungen des leider dahingeschiedenen Hyperium -Labels ein Begriff. Und so lehnen sich INNER EXIT mit ihren weiblichen Stimmen und sphärischen, nie überladen klingenden Arrangements eher an Vorbilder wie BLACK TAPE FOR A BLUE GIRL, als an Projekte vergleichsweise technoider Provenienz wie DELERIUM (remember "Tomb Raider" Soundtrack!?).

Stilprägend sind die mal mittelalterlich-klassisch, mal eher im Trip-Hop -Bereich liegenden Arrangements von Keyboarder Herbert Stumpf, während Sängerin Vesna Marinovic dem Projekt einen unverwechselbaren Charakter verleiht.

Man lässt so manche Genregrenze hinter sich. Unschwer zu erraten, dass hier eine Band tätig ist, welche jeder für sich selbst entdecken muss. Nichtsdestotrotz hat man ein Werk vorgelegt, welches insgesamt als stimmige und in sich geschlossene Produktion bezeichnet werden kann: Durch den Einsatz einer echten Violine erscheinen Stücke und transportierte Emotionen authentischer, irgendwie "geerdet" und nicht einfach daherprogrammiert, wie so manches andere Werk rein elektronischer Neoklassik.

Die Stimmungen, welche "Thoughts" transportiert, schwanken zwischen Freude und Melanholie - vielleicht trifft die Bezeichnung "Europäischer Blues" in gewisser Hinsicht den Nagel auf den Kopf. Ihre Musik ist zugleich ruhig und beunruhigend, für die Stunden der Nacht durchaus geeignet, ob man sie nun alleine oder zu zweit verbringt. O.K. - zu Zweit wird es eventuell interessanter... Note: 2+

Verfasser: Martin Krötz April 2005

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http://www.crossover-agm.de:

Das ist auch mal selten. Da klingt man neu, einzigartig und fernab jeglicher Klischees, obwohl man es eigentlich gar nicht will?! Inner Exit schaffen auf "Thoughts" eine einzigartige Klangwelt, ich würde sie vielleicht als Emo-Industrial bezeichnen.

Die 2 Männer und 2 Frauen mischen Klassik, Mittelalter und Elektro mit Folk und Pop. Ab und an erinnert mich die ein oder andere Passage an Sanctum, dann auch mal wieder an einen einfachen Liedermacher.

Obwohl das hier erst das Debüt-Album ist, klingt es schon unglaublich reif und ausgefeilt: Musik auf hohem Niveau, wo man erst 2mal hinhören muss und auch nach mehrmaligem Hören immer wieder neu mitgerissen wird. Großartig! ...

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http://www.re-flexion.de:

Die Musik von Inner Exit klingt zaghaft, fast zerbrechlich. Minimale und abwechslungsreiche Instrumentierungen begleiten die langsamen Balladen. Die Klänge sind sehr ruhig und besinnlich und lassen viel Freiraum für eigene Interpretationen. Sie spielen mit elektronischen und klassischen Elementen eine homogene Mischung aus Jazz, Trip-Hop und avantgardistischen Tönen.

Ein Strahlenberg von atmosphärischer Dichte entführt in eine sphärische Gefühlswelt. Eine wohlige Ruhe und entspannende Gelassenheit begleitet die neun Tracks.

Die engelhafte Stimme von Vesna steht über der Musik und verstärkt den Hauch von Melancholie; dazu dieser Ausschnitt von Inner Exit: Als musikalischer Kontrapunkt klingt über allem der Gesang, der nicht vergessen lässt, dass Ausgangs-, Mittel-, Ziel- und Endpunkt der Musik der Mensch ist. Unsere eigenen Texte sind voller Gegensätze. Vesna gibt mit ihrer Stimme Leben in die Poesie, macht sie unverwechselbar. Spannung und Entspannung, Schwere und Leichtigkeit, Zorn und Zärtlichkeit, Enge und Weite, alle Schattierungen der Gefühlswelt liegen in ihrer Stimme. Ein Anspieltipp aus diesem geschlossenen Werk zu finden, ist unmöglich. Der massentauglichste Song ist „Love Song“.

„Thoughts“ ist mehr als nur ein musikalisches Album. Es steckt voller Geheimnisse, welche zuerst entdeckt werden müssen, um richtig genossen werden zu können. Die vier Musiker offenbaren ihre Gefühlswelten auf eindrückliche Weise.

Die Menschheit sollte sich vermehrt der Ruhe hingeben, als sich in dieser hektischen Welt kaputt zu machen. Um in ruhige und harmonische Welten abzutauchen, ist Inner Exit bestens geeignet.

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http://www.medienkonverter.de:

Es gibt solche Veröffentlichungen, die sich schon kurz, nachdem man sie aus dem Briefkasten gefischt hat, hartnäckig im heimischen CD-Player festfressen, dort Runde um Runde drehen, die den Rezensenten schon nach dem dritten oder vierten Durchlauf an die Tastatur zwingen, um seiner Begeisterung über den musikalischen Inhalt Luft zu machen. Und es gibt Veröffentlichungen, die, obwohl eigentlich nicht wirklich schlecht, erst einmal ihren Weg in eine Warteschlange finden, Staub anzusetzen beginnen, wartend auf den geeigneten Augenblick, ihre Wirkung endgültig zu entfalten. "Thoughts", das Debüt-Album des Mannheimer Quartetts INNER EXIT, hat es nunmehr bis zu genau diesem Augenblick geschafft...

...nachdem die ersten ein, zwei Durchläufe ein eher durchwachsenes Bild zu zeichnen wußten: Wirkte "thoughts", musikalisch sperrig und auf jeden Fall zwischen den Schubladen, zwischen stilistischen Welten balancierend, anfangs eher wie ein halbherziger und weitestgehend mißlungener Versuch, Ambient, Gothic, orchestral-neoklassische Passagen und Rock-Elemente miteinander zu einem neuen Ganzen zu verschmelzen, so entwickeln die neun Tracks dieses Albums mit der Zeit eine ganz eigene, schwer zu beschreibende Magie, die, je länger und öfter man sich der musikalischen Vision von INNER EXIT aussetzt, einem umso mehr auffällt in vielen kleinen Teilen, die in ihrer Summe das Gesamtwerk ergeben. Sei es der teils entrückte, elfenhaft-fragil wirkende Gesang von Frontfrau Vesna Marinovic, dem die Musik viel ihrer intensiven, emotionalen Wirkung verdankt und der stellenweise (man höre "imprisoned" oder "flowers") beeindruckend an Stärke und Volumen gewinnt, sei es die behutsame, fast schon minimalistische Instrumentierung, seien es die Tatsache, daß die Band mit Katharina Frassine eine erstklassige Violinistin in ihren Reihen hat, deren ausdrucksstarkes und markantes Spiel den Songs auf "thoughts" nachhaltig Eigenständigkeit aufdrückt, oder das insgesamt angenehm abwechslungsreiche Songwriting, welches, balancierend zwischen (für dieses Album bzw. diese Band) fast schon rockigen Stücken wie "wild ocean" und scheinbar endlos ruhig und zerbrechlich wirkenden Songs wie "fall", sehr einzigartige Musik hervorgebracht hat, die sich vom Gros der derzeit aktiven Musikanten doch erheblich unterscheidet - meist ist die Gesamtheit mehr als nur die Summe ihrer Bestandteile, und selbst diese Summe ist im Falle von "thoughts" schon beeindruckend.

Somit zeigt sich also, alles in allem, nach einer langen Zeit der Gewöhnung ein durchaus positives Fazit: "thoughts" ist ein Album gleichermaßen für Kopfhörer-Fetischisten und Fans guter Lautsprecher-Systeme, ein originelles, abwechslungsreiches und liebevoll zusammengestellt wirkendes Stück Tonkunst. Einzig sollte man darauf achten, diese CD unter keinen Umständen in irgendeiner Lebenslage einfach so "nebenbei", zur Berieselung oder Raum-Beschallung, abzuspielen - zum einen ist die Musik dafür zu sperrig, zu wenig eingängig, zum anderen... naja, zum anderen würde man wohl auch einen guten Rotwein oder ein richtig gutes Buch nur in einem angemessenen Ambiente genießen, oder? Jene, die beides zu schätzen wissen und bereit sind, eine CD mehr als nur einmal anzuhören, um sich eine Meinung über die Musik und die Band zu bilden, die können bei "thoughts" eigentlich nichts falschmachen. Dafür gibt's die für ein exzellentes Debüt fast schon obligaten fünf Zähler; mal sehen, was wir von dieser Band noch hören werden...

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